Welche Versicherungen braucht ein Kind?

Welche Versicherungen braucht ein Kind? Eltern befinden sich in einer besonderen Situation. Sie müssen nicht nur für sich selbst Verantwortung tragen, sondern auch für ihre Kinder. Da kommt auch gelegentlich die Frage auf, welche Versicherungen benötigt man eigentlich für seine Kinder.

Generell gilt, Eltern sind die wichtigste Versicherung für Ihre Kinder selbst. Sind Sie als Eltern nicht richtig abgesichert und Schlimmes passiert, nutzt die schönste „Kinderversicherung” nichts: Kann der Hauptverdiener beispielsweise aus gesundheitlichen Gründen seinen Job nicht mehr ausüben und hat keine Berufs­unfähig­keitsversicherung abgeschlossen, dann wird das Geld schnell knapp. Erst wenn Sie wichtige Versicherungen wie die Kranken­ver­si­che­rung, Berufs­unfähig­keitsversicherung, Risiko­lebens­ver­si­che­rung und Privathaftpflichtversicherung abgeschlossen haben, sollte über spezielle Versicherungen für den Nachwuchs nachgedacht werden.

Lesen Sie hier einige Denkanstöße und lassen sich anschließend individuell beraten. 

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ÜBERSICHT

++++ Pflichtversicherungen

Kranken­ver­si­che­rung und Pflegepflichtversicherung. Sind die Eltern oder die ledige Mutter Mitglied der gesetzlichen Kranken­ver­si­che­rung, dann ist meistens eine beitragsfreie Mitversicherung der Kinder möglich. Sind die Eltern privat krankenversichert gilt laut Gesetz der sogenannte Kontrahierungszwang. Das bedeutet, dass private Krankenversicherer das Kind ohne Gesundheitsprüfung zu denselben Konditionen aufnehmen müssen, wie das bei ihnen versicherte Elternteil. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass Eltern ihr Kind in den ersten zwei Monaten nach der Geburt oder Adoption bei der privaten Kranken­ver­si­che­rung anmelden, ansonsten ist eine Aufnahme nur noch mit Gesundheitsprüfung möglich.

Ist ein Ehepartner privat und der andere gesetzlich versichert, so entscheidet die Höhe des Einkommens, ob das Kind privat oder gesetzlich zu ver­sichern ist.

+++ sehr wichtige Versicherungen

Privathaftpflichtversicherung. Sie gehört zu den Versicherungsprodukten, die jeder haben sollte. Sie bietet Schutz für Schäden, die Kinder einem Dritten zufügen. Eltern sollten unbedingt darauf achten, dass in ihrer Privathaftpflichtversicherung auch Schäden durch deliktunfähige Kinder mitversichert sind, damit auch Kosten übernommen werden wenn die Kinder unbeaufsichtigt waren. Außerdem sollten Eltern darauf achten, eine ausreichend hohe Versicherungssumme abzuschließen. Oftmals stoßen wir auf Verträge die für Sachschäden nur eine max. Versicherungssumme von z.B. 250.000 Euro vorsehen. Diese ist oftmals leider nicht ausreichend.  

Unfall­ver­si­che­rung. 80 % der Unfälle ereignen sich zu Hause, bei Freunden oder beim Sport. Doch gerade hier leistet die gesetzliche Unfall­ver­si­che­rung nicht. Aus diesem Grund ist die private Unfall­ver­si­che­rung grundsätzlich für jeden sinnvoll – sowohl für Erwachsene als auch für Jugendliche und Kinder. Sie schließt die Lücke, die durch die gesetzliche Unfall­ver­si­che­rung entsteht. 

Grundlage für eine Leistung aus einer Unfall­ver­si­che­rung ist stets ein Unfall: Grundvoraussetzung ist demnach, dass man plötzlich durch ein von außen auf den Körper einwirkendes Ereignis, unfreiweillig eine Gesundheitschädigung erleidet. 

Auslands­reise­kranken­ver­si­che­rung. Sie kann sehr wichtig sein, wenn Sie öfter ins Ausland reisen, weil die gesetzlichen Krankenkassen unter Umständen nicht alle Kosten übernehmen. Gute Auslands­reise­kranken­ver­si­che­rungen für die Familie gibt es für um die 20 EUR pro Jahr.

++ sinnvolle Versicherungen

Kranken­zusatz­ver­si­che­rung. Kranken­zusatz­ver­si­che­rung für Krankenhausaufenthalt, Chefarztbehandlung und Kieferorthopädie / Zahnersatz. Warum? In den letzten Jahren sind die Leistungen der gesetzlichen Kranken­ver­si­che­rung immer mehr gekürzt worden. Es wird in vielen Bereichen nur noch ein Grundschutz gewährt.

Beispiel Kieferorthopädie: Die gesetzliche Krankenkasse leistet in der Regel nur bei den Stufen 3 bis 5. Die verbleibenden Kosten können erheblich (vierstellig) sein. 

+ äbhängig vom individuellen Bedürfnis

Berufs­unfähig­keitsversicherung. Bereits bei älteren Kindern bzw. Jugendlichen kann man an eine Berufs­unfähig­keitsversicherung denken, insbesondere dann, wenn sich Erbkrankheiten, gefährliche Hobbys oder andere außergewöhnliche Umstände abzeichnen. Bitte bedenken Sie dabei, dass die Versicherer niemanden annehmen müssen. Aus diesem Grund kann die Motivation lauten: Rechtzeitig Absichern, solange Gesundheitsverhältnisse und Hobbys es erlauben.

Weitere Absicherungen je nach individuellem Bedarf möglich. 

 

Vielen Dank fürs Lesen unseres Beitrages "Welche Versicherungen braucht ein Kind?"

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